Immobilienbewertung mit Chartered Surveyor-Sachverstand

Die Methodik und Vorgehensweise in Bezug auf die Ermittlung von Immobilienwerten ist in starkem Maße vom jeweiligen Zweck der Wertermittlung bestimmt. In Abhängigkeit vom Bewertungsanlass gibt es Normierungen und teilweise gesetzliche Regelungen, die zwingend zu beachten sind. Neben den Sonderformen der Bewertung, wie der im Bewertungsgesetz (BewG) geregelten Bedarfsbewertung von Immobilien aus steuerlichen Anlässen, der Teilwertermittlung im Rahmen von Unternehmenstransaktionen oder Betriebsaufspaltungen und der Beleihungswertermittlung (HBG, BaFin) spielt in Deutschland für das Marktgeschehen der Verkehrswert (§194 BauGB) die größte Rolle. Auch die Ermittlung des Verkehrswertes für Immobilien kann aus unterschiedlichen Beweggründen erfolgen. Unabhängig davon, ob es um die Einschätzung von konkreten Kaufpreisen geht (Red Book bzw. RICS), die Bewertung aus dem Blickwinkel der Rechnungslegung (IDW S10, ImmoWertV) oder die Bestimmung von Anteilswerten eines Investments, so gelten jeweils spezifische Regelwerke als Grundlage für die Berechnung des jeweiligen Immobilienwertes.

Der deutsche Verkehrswert wird hierbei im Baugesetzbuch unter §194 wie folgt definiert: "Der Verkehrswert (Marktwert) wird durch den Preis bestimmt, der in dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstandes der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche Verhältnisse zu erzielen wäre."  

Auch die Berechnung des Verkehrs- bzw. Marktwertes kann über mehrere methodische Ansätze erfolgen. Der zu wählende Verfahrensansatz, ist in Abhängigkeit von der individuellen Zielsetzung der Bewertung sowie den jeweiligen Marktüblichkeiten zu bestimmen. Darüber hinaus gelten in Deutschland gesetzliche Regelungen, die eine von den internationalen Verfahren abweichende Berücksichtigung von Bodenwertanteilen erforderlich werden lassen.

Auf den weiteren Seiten finden Sie Erläuterungen zu den Punkten:

Gutachtenerstellung für einzelne Objekte,
Plausibilitätsprüfung bei bereits bestehenden Bewertungsberichten sowie 
Qualitätssicherung bei einer größeren Stückzahl von Immobilienbewertungen.